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NIEDERLANDE, Oostkapelle und Umgebung, 2000 und 2002

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Oostkapelle und Zeeland-Infos für Familien Infos zum Ort Oostkapelle

Unser Tipp zur Unterkunft: Ferienhaus in "Hoge Weide"

Freizeitpark "Miniatuur Walcheren" in Middelburg

Reptilienzoo "Iguana" in Vlissingen

 

Oostkapelle

Seit sich bei uns Nachwuchs eingestellt hat, haben sich unsere Urlaubsziele ziemlich geändert. Warum mit einem Kleinkind unbedingt in den Flieger, wo man doch vom linken Niederrhein innerhalb von nur drei Stunden die niederländische Nordseeküste ohne das Bezahlen von Übergepäck erreichen kann?

Oostkapelle ist einer der kleineren Ferienorte im Norden von Zeeland. Obwohl der Ortskern drei Kilometer vom Strand entfernt ist, ist das Meer doch problemlos erreichbar: Entweder per Auto mit (leider kostenpflichtigem) Parkplatz 500 Meter vom Strand entfernt, oder per Fahrrad bis an den Strand heran. Die Parkgebühren betrugen im Jahr 2002 € 3,00 pro Tag und € 2,00 ab 15:00 Uhr.

Der besondere Vorteil am Strand von Oostkapelle ist das Restaurant "De Piraat" auf der Düne. Der recht grosse Laden hat sich durch eine umfangreich ausgestattete Spielecke sowie einen sauberen Wickelraum auf Familien spezialisiert. Das Bedienungspersonal toleriert die zwischen den Tischen herumwuselnden Kleinen; die Speisekarte ist umfangreich und qualitativ deutlich über "Frikandelbuden-Niveau". Besonders zu empfehlen: Seezunge (€ 13 in der Saison 2002).
Vorsicht ist geboten beim köstlichen Bier "Grimbergen": Wer verantwortungsvoll auf seine Kinder aufpassen muß, sollte nicht mehr als zwei Gläser dieses belgischen Starkbieres geniessen. Wer mehr trinken kann/möchte, dem sei eine Art "Rabattkarte" zu empfehlen, die an der Theke des "Piraat" erhältlich ist: Für jedes Glas Grimbergen gibt's einen Stempel, für die ausreichende Anzahl an Stempeln gibt's T-Shirt (auch in Kindergrößen), BaseballCap oder Sonnenschirm.

In Oostkapelle findet man auch einige nette Restaurants: Zwei Pfannkuchenhäuser, ein Steakhaus, ein Chinese, ein Grieche und mehrere Lokale mit gut bürgerlicher lokaler Küche.

Der Strand von Oostkapelle ist feinsandig und fällt flach ins Wasser ab. Es gibt zwar deutlich geringere Gezeiten-Unterschiede als an der nördlichen deutschen Küstenregion, doch bei "Ebbe" bietet das "Watt" ein herrliches Matsch-Territorium für Groß und Klein.

Wenn das Wetter trotz regensicherer Kleidung eher nicht dazu geeignet ist an den Strand zu gehen, bietet sich der prima ausgestattete, saubere Spielplatz an der Kirche als Kurzzeitvertreib an; direkt daneben ist noch ein Entenweiher (bei Kindern immer sehr beliebt).

Ansonsten gilt: Fahrräder mitnehmen und Landschaft erkunden. Herrliche Waldwege hinter den Dünen, überall ausgezeichnete Radwege und Beschilderung.
Diese Dünen-Waldwege sind übrigens auch ein herrliches Territorium zum Ponyreiten. Direkt neben der Einfahrt zum Bungalowpark "Hoge Weide" (siehe Textabschnitt "Unterkunft") befindet sich die "Manege", ein Bauernhof mit Mini-Campingplatz und Ponyverleih. Nicht vom bellenden Schäferhund einschüchtern lassen: Er war bisher bei allen unseren Besuchern in seinem Zwinger. Die Ponys sind lieb, und die Besitzer sind nett.

Oostkapelle verfügt seit dem Jahr 2001 endlich auch über einen grossen, hellen, direkt an der Kirche gelegenen "Golff"-Supermarkt. Für Selbstversorger lohnt sich aber immer noch die 15 minütige Fahrt nach Middelburg, wo es größere und preiswertere Supermärkte mit guten Parkmöglichkeiten gibt (z.B. "Konmar" an der Hauptumgehungsstraße).

In Middelburg lädt auch eine sehr schöne Fußgängerzone mit netten Geschäften und einem historischen Marktplatz zum Bummeln ein. Tipp: Das Auto am Konmar-Supermarkt parken, denn das ist ab einem Einkauf von 10 Euro kostenlos.

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Unterkunft

Als Unterkunft bieten sich die zahlreichen Ferienhäuser an; uns gefiel es sehr gut in der Siedlung "Hoge Weide ", 2 KM östlich des Ortskerns von Oostkapelle und damit nah am Strand.
Für Familien mit einem oder zwei Kindern ist unsere Empfehlung das Haus mit der Nr. 35: Es gehört zu der günstigeren Kategorie, hat damit etwas eingeschränkte, aber immer noch ausreichende Platzverhältnisse, verfügt im Gegensatz zu den anderen baugleichen Häusern aber über einen grossen Garten.
Wenn sich zwei dreiköpfige Familien ein Haus teilen möchten, ist Nr. 17a zu empfehlen: Ein besonders grosser Wohnraum macht Schlechtwetter-Aufenthalte im Haus angenehm. In den drei Schlafzimmern geht es zwar sehr beengt zu (geringe Grundfläche und tief hängende Dachschrägen), doch dafür gibt es ein verhältnismässig grosses Badezimmer, dessen eine Hälfte komplett als Dusche zur Verfügung steht.

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Ausflugstipp 1: Miniatuur Walcheren

Auch bei schlechtem Wetter besuchbar: Der kleine Vergnügungspark "Minatuur Walcheren" in Zentrum von Middelburg (durch gute Beschilderung eigentlich nicht zu verfehlen).

Er bietet zwei überdachte "Attraktionen" in Form eines Hallenminigolfplatzes und einer wirklich grossen, abwechslungsreichen Kletterburg, auf der sich Kinder stundenlang austoben können. Dieser Hallenspielplatz hat ganzjährig geöffnet und ist im Winter über einen separaten Seiteneingang zu erreichen.

Wenn es nicht regnet, sind auch die Miniaturnachbildungen der Sehenswürdigkeiten Zeelands hübsch anzusehen. Prima sind auch Mini-Streichelzoo (Schafe, Enten, Kaninchen), Schmetterlinghaus und Spielplatz.
Im Sommer gibt es auch noch eine Bimmelbahn, die 1x rund um den Park fährt und dabei einen Märchentunnel passiert.
Alles (ausser Minigolf) ist im Eintrittspreis von € 7 pro Erwachsenem und € 4 pro Kind (Stand: Sept. 2002) enthalten.

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Ausflugstipp 2: Reptielenzoo Iguana

Ungewöhnliche Tiere in noch ungewöhnlicherem Ambiente: Wer darauf neugierig ist und wen kleine Unzulänglichkeiten nicht stören, sollte in die grösste Stadt Zeelands fahren und den "Reptielenzoo IGUANA" in Vlissingen besuchen.
Zu sehen gibt es Reptilien vom kleinen Gecko bis zum Alligator sowie Insekten von der Hauschrecke bis zur Vogelspinne. Die Terrarien befinden sich in den Räumen einer ehemaligen Mädchenschule mitten im Stadtzentrum von Vlissingen.

Ganz absichtlich schildere ich zunächst die angesprochenen kleinen Unzulänglichkeiten an. Die sollen nicht verschwiegen werden, denn wer € 6 Eintritt pro Person bezahlt, sollte vorab wissen, was ihn erwartet.
Das allerunangenehmste dieses "Zoos" ist sein Geruch, der in einigen Winkeln eigentlich nur als Gestank bezeichnet werden kann. Leute mit empfindlichem Geruchssinn sind hiermit gewarnt. Aber es ist alles noch erträglich, denn mit uns besuchte eine Schwangere das Iguana ohne grün im Gesicht zu werden.
Nicht ideal sind die teilweise steilen Treppen, die für gehbehinderte Besucher genauso schwierig zu erklimmen sind wie für Familien mit kleinen Kindern. Kinderwagen und Buggies mit in den Zoo zu nehmen hat keinen Sinn - Kinder tragen ist angesagt.
Schliesslich soll auch nicht verschwiegen werden, dass aufgrund des Alters des Gebäudes, der dauernden hohen Luftfeuchtigkeit und der zahlreichen Besucher an manchen Stellen der Putz bröckelt, an manchen offen liegenden Rohren Rost und Schimmel nagen und dass die sanitären Einrichtungen nicht besonders einladend sind.

Iguana Ticket Dennoch lautet unsere persönliche, subjektive Empfehlung: Besuchen! Schon am schmalen, kleinen Eingang fragt man sich, wie in einem solchen Haus die angekündigten Tiere gehalten werden können. Schnell findet man die Wegweiser zu einem Rundgang, der an allen "Gehegen" vorbei führt. Die zweite Biegung links führt den überraschten Besucher in ein enges Kellergewölbe. Weiter geht es Treppauf und Treppab, und hinter jeder Biegung bieten sich neue, unerwartete An- und Ausblicke auf recht muntere Tiere aus der Welt der Reptilien und Insekten.
Da tummeln sich Geckos im Wandschrank, da kriechen Riesenschildkröten durch ihr "eigenes" Zimmer, da faulenzen Alligatoren im Innenhof, da schlängeln sich 7 Meter lange Netzpythons über den Dachboden. Die Tiere wirken in dieser "häuslichen" Umgebung irgendwie unwirklich, doch hat man den Vorteil, sehr nah an sie heran zu kommen und intensiv durch dünne Glasscheiben betrachten zu können (wenn diese denn nicht wie bei den Schildkröten im Keller so beschlagen sind, dass man kaum hindurch sehen kann).

Fazit: Ein Besuch im Iguana ist wesentlich besser, als den Tag bei schlechtem Wetter im Ferienhaus oder Wohnwagen zu verbringen.

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Stand der Informationen: 2002


 

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